Zink: Funktion in Bezug auf Entzündungen

in GESUNDHEIT
Es brennt, es juckt, die Haut ist trocken und fühlt sich einfach nur unangenehm an – gar nicht so selten ist ein Zinkmangel der Schuldige. Nach Eisen steht es auf Platz zwei der wichtigsten Spurenelemente für unseren Körper. Umso bedauernswerter ist es, dass unser Organismus nicht in der Lage ist, es selbst zu synthetisieren. Wer sich sehr einseitig ernährt und viel zu gern zu Fast Food greift oder auf tierische Produkte verzichtet, nimmt oftmals zu wenig Zink über die Ernährung zu sich. Du fühlst dich angesprochen? Dann achte umso mehr auf deine Zinkzufuhr, denn so kannst du sogar Entzündungen den Garaus machen!

Ohne Zink haben Entzündungen leichtes Spiel

Dringen zum Beispiel Krankheitserreger oder Giftstoffe in deinen Körper, möchte er diese natürlich so schnell wie möglich loswerden. Deshalb schaltet sich sofort dein Immunsystem ein und löst mithilfe spezieller Signalstoffe eine lokale Entzündung aus. Diese wiederum lockt immer mehr Immunzellen an und das betroffene Gewebe schwillt an. Der Körper sorgt damit für mehr Platz, an dem eine gesteigerte Durchblutung stattfinden kann.

Jede Entzündung setzt deinen Körper unter Stress, trotzdem sind sie alle überlebensnotwendig, denn ohne sie kann dein Organismus nur sehr langsam auf Erreger und Co. reagieren. Deine Genesung würde dann ewig andauern.

Doch was hat denn Zink nun damit zu tun? Ganz einfach: Das Spurenelement stellt die Funktion deiner Immunzellen sicher. Und die sind, wie wir gerade besprochen haben, diejenigen, die Entzündungen auslösen. „Aber Entzündungen sind doch wichtig, warum sollte ich mit Zink versuchen, sie zu hemmen?“, denkst du jetzt? Weil sie gefährlich werden können, wenn sie chronisch werden. Sobald die Entzündungen ihren Job getan haben, müssen sie abklingen, damit sie keinen Schaden im Körper anrichten. Und genau dafür brauchst du Zink. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer an einem Zinkmangel leidet, erleidet mit höherer Wahrscheinlichkeit unnötig starke Entzündungen.

Zink für die Haut

Sicher kennst du diese Situation auch aus Kindertagen. Du bist beim Fangen Spielen auf die Knie gefallen, kamst mit einer Schürfwunde nach Hause und deine Eltern hielten schon die Zinksalbe bereit. Tatsächlich besitzt Zink wundheilungsfördernde Eigenschaften und schützt natürlich auch in diesem Fall vor schmerzhaften Entzündungen. Das enthaltene Zinkoxid schützt die Wunde davor, dass sich schädliche Keime und Bakterien ihren Weg hineinbahnen. Wichtig ist aber, dass du keinesfalls offene Wunden damit behandelst. Bei nässenden und juckenden Hautstellen hingegen kannst du sie getrost anwenden.

Beim Thema Haut und Entzündungen sind auch Pickel nicht weit. Dabei handelt es sich um klitzekleine Entzündungen in der Haut, die zum Beispiel entstehen, wenn Talgdrüsen verstopfen und die Hautfette nicht wie gewöhnlich hinausbefördert werden können. Dann sammeln sich Bakterien an und der Körper reagiert mit einer Entzündung. Gibst du immer gut Acht auf deine Zinkzufuhr, hilfst du deiner Haut, besser damit fertigzuwerden. Gleichzeitig beschleunigst du den Heilungsprozess und sogar die nervigen roten Flecken, die beim Abheilen entstehen, können dann schneller verschwinden.

So nimmst du Zink am besten ein

Egal, zu welchem Zweck du von nun an besser auf deine Zinkzufuhr achten möchtest, am besten greifst du zu deiner helfenden Nahrungsergänzung. Nicht ganz unwichtig ist auch, was du isst. Dein liebstes Frühstück ist zum Beispiel ein lecker belegtes Vollkornbrot? Dann lasse am besten etwas Zeit dazwischen verstreichen, denn das Brot enthält Phytinsäure. Sie hemmt die Zinkaufnahme. Die Säure ist in zahlreichen Getreidesorten, Saaten und Nüssen enthalten. Das heißt also, je mehr du davon zu dir nimmst, desto höher steigt auch dein Tagesbedarf an Zink an.