Was kann ich tun, um mein Immunsystem zu stärken?

in GESUNDHEIT

Unser Immunsystem ist ein starkes Schutzschild: Es bildet die erste Barriere gegen "feindliche Eindringlinge", wie z.B. Viren oder Bakterien.

Ob unser Immunsystem uns gegen diese eindringenden Viren oder Bakterien schützen kann, hängt in großem Maße von unserem persönlichen Lebensstil ab. Kälte, Rauchen, Alkohol, Fast Food und Zahnfleischentzündungen schwächen unser Immunsystem.

Genauso wichtig wie die Ernährung, ist erholsamer Schlaf. Der Mensch braucht durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf am Tag. Wenn du zu wenig schläfst, wirst du automatisch anfälliger für Infekte.

Im Schlaf reguliert sich das Immunsystem und passt sich an, weil im Schlaf mehr Wachstumshormone ausgeschüttet werden. Sorge deshalb immer für ausreichend Schlaf. Schlaf ist DAS geheime Wundermittel, was obendrein noch umsonst ist! Gewöhne dich an Rituale, die dich entspannt einschlafen lassen:

  • Ein kühler und dunkler Raum bietet hier eine gute Basis.
  • Schreibe belastende Aufgaben auf einer To-do-Liste nieder.
  • Schlafe in einem dunklen und kühlen Raum, halte aber die Füße warm.

Als schlafförderndes Mittel hat sich vor allem die indische Schlafbeere Ashwagandha herauskristallisiert. Sie senkt dein Stresslevel und hilft dir zu einer natürlichen Ruhe.

Kälte schadet dem Immunsystem: Die Blutgefäße auf der Haut und in den Schleimhäuten verengen sich, damit der Körper weniger Wärme verliert. Die Schleimhäute sind dann schlechter mit Blut versorgt und die Immunzellen kommen nur schlecht in die äußeren Körperbereiche. So dringen mehr Viren und Bakterien in den Körper ein. Zudem überleben viele Erreger von Erkältungskrankheiten bei nasskaltem Wetter länger. Neben der Kälte macht ein weiterer Faktor Herbst und Winter zur Grippe- und Schnupfensaison: Wir halten uns länger und öfter in geschlossenen Räumen auf – und dort ist die Ansteckungsgefahr höher als in der freien Natur.

Vorbeugen kann man durch moderaten Ausdauersport und durch Vermeidung unnötiger Entzündungen, die zum Beispiel durch Rauchen oder durch Übergewicht entstehen

Rauchen ist in mehrfacher Hinsicht gesundheitsschädlich. Das Immunsystem wird geschwächt, weil Nikotin die Kortisolausschüttung anhebt – auch beim Passivrauchen. Auch regelmäßiger Alkoholkonsum schadet den Abwehrkräften. Die Immunzellen sind dann nicht mehr gleich funktionsfähig. Ist eine Grippe auf dem Vormarsch, verzichten Sie besser komplett auf Alkohol. Studien haben gezeigt: Bereits durch vier bis fünf Flaschen Bier in der Woche wird signifikant weniger Interferon produziert, ein wichtiger Immunbotenstoff.

Auch Zahnfleischentzündungen sind eine Belastung für das Immunsystem, weil sich so schnell Infekte bilden. Gründliches Zähneputzen schützt deshalb nicht nur vor Karies, sondern dient auch der allgemeinen Gesundheit. 

Einem geschwächten Immunsystem und stillen Entzündungen können wir mit Sport entgegenwirken. Nicht nur die Organe und das Gewebe altern, sondern auch das Immunsystem. Das betrifft vor allem Zellen des erworbenen Immunsystems. Deshalb sind Infektionen für ältere Menschen wesentlich gefährlicher. Eine weitere Gefahr im Alter entsteht durch sogenannte stille Entzündungen. Entzündungen sind eigentlich Maßnahmen des Körpers, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Wenn Immunzellen altern, kann es passieren, dass sie sich nicht gegen Erreger, sondern gegen körpereigene Strukturen richten. Die dabei produzierten Entzündungsbotenstoffe verbleiben im Körper und breiten sich auf verschiedene Organe und Gewebe aus. Solche Entzündungen bleiben oft unbemerkt, halten aber die Aktivität des Immunsystems hoch und schwächen es so auf Dauer.

Heilfasten

Hast du schonmal übers Heilfasten nachgedacht? Es kann dir helfen dein internes Abwehrsystem stärken. Studien zeigen, dass der kurzzeitige Nahrungsverzicht das Immunsystem stimuliert. Immer beliebter werden Methoden des Intervallfastens, bei denen auf Zeitabschnitte ohne Nahrungsaufnahme normale Essensphasen folgen – zum Beispiel das 5:2-Modell, bei dem an fünf Tagen in der Woche normal gegessen und an zwei Tagen gefastet wird, oder das 16:8-Modell, bei dem pro Tag 16 Stunden gefastet und acht Stunden normal gegessen wird. Die letztere Variante ist schonender und mit weniger negativen Nebenwirkungen verbunden als das Langzeitfasten.

Auch die Psyche hat einen Einfluss auf das Immunsystem

Die Wissenschaft hat in den vergangenen Jahren immer stärker herausgearbeitet, welche Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und dem Immunsystem bestehen. Wenn du dich andauernd gestresst oder überfordert fühlst, hat das immer auch negative Auswirkungen auf dein Immunsystem.

Positive Gefühle hingegen stärken das Immunsystem. Mittlerweile gibt es dazu eine eigene wissenschaftliche Disziplin: Die Psychoneuroimmunologie untersucht die Verbindungen zwischen Psyche und Immunsystem. Experimente haben gezeigt, dass bei einem Allergiker allein durch das Sehen seines Allergens eine entsprechende Immunreaktion hervorgerufen werden kann. Die gedankliche Verbindung, die auf der gesammelten Lernerfahrung basiert, reicht also aus, um eine körperliche Reaktion des Immunsystems hervorzurufen.